Cha Cha Cha


Was ist Cha Cha Cha?

Cha Cha Cha, oft einfach Cha Cha genannt, ist ein lebhafter Musik- und Tanzstil, der in den 1950er-Jahren auf Kuba entstand. Bekannt für seine verspielten Rhythmen und synkopierten Akzente, wurde Cha Cha Cha schnell international populär und fand sowohl im gesellschaftlichen Tanz als auch in Turniertanzwettbewerben seinen Platz.

Wie viele Latin dances entwickelte sich der Cha Cha Cha organisch, nahm Einflüsse früherer Tänze auf und passte sich an wechselnde musikalische Trends an.

Was bedeutet Cha Cha Cha?

Der Ausdruck „Cha Cha Cha“ ist onomatopoetisch und imitiert direkt das Schlurfen der Füße der Tänzerinnen und Tänzer auf dem Parkett während des charakteristischen Dreifachschritts, der diesen Tanz prägt.

Die Geschichte des Cha Cha Cha

Cha Cha Cha entstand Anfang der 1950er-Jahre in Havanna, Kuba. Der kubanische Musiker Enrique Jorrín vereinfachte die komplexen Mambo-Rhythmen und schuf so einen tanzbaren Rhythmus. Sein Hit „La Engañadora“ von 1953 trug aufgrund seines eingängigen, gut zugänglichen Rhythmus wesentlich dazu bei, den Cha Cha Cha in Kuba und international zu popularisieren.

Cha Cha Cha Musik

Cha Cha Cha-Musik zeichnet sich durch einen gleichmäßigen, energiegeladenen Rhythmus aus, typischerweise langsamer und einfacher als Mambo, mit Instrumenten wie Klavier, Bass, Perkussion (Congas, Timbales, Bongos, Güiro), Trompete und Flöte. Kennzeichnend ist das Muster aus drei schnellen Zählzeiten („cha-cha-cha“) nach zwei langsameren Zählzeiten.

Zu den bedeutenden Cha Cha Cha-Musikerinnen und -Musikern zählen Enrique Jorrín, Tito Puente, Machito und Pérez Prado.

Cha Cha Cha im Palladium

Die Popularität des Cha Cha Cha explodierte in den 1950er-Jahren in den Vereinigten Staaten, besonders im legendären Palladium Ballroom in New York City. Das Palladium galt als Epizentrum für lateinamerikanische Musik und Tanz und beherbergte Ikonen wie Tito Puente, Tito Rodriguez und Machito – zusammen bekannt als die „Big Three“.

Die Tänzerinnen und Tänzer im Palladium passten Schritte an und entwickelten neue, die dem verspielten Charakter der Musik entsprachen, wobei sie traditionelle kubanische Bewegungen mit innovativem Flair verbanden. Das Social Dancing im Palladium trug dazu bei, die anhaltende Popularität des Cha Cha Cha innerhalb der Latin-Tanzszene zu festigen.

Cha Cha Cha vs Salsa

Obwohl eng verwandt, unterscheiden sich Cha Cha Cha und Salsa in Timing, Rhythmus und Schrittausführung. Salsa ist in der Regel schneller und wird auf einen Acht-Zählrhythmus mit schnellen Bewegungen getanzt, während der Cha Cha Cha den markanten Dreifachschritt „cha-cha-cha“ besitzt.

Cha Cha wird im gesellschaftlichen Kontext häufig On2 getanzt und ist damit dem New York style salsa On2 recht ähnlich; er wird jedoch auch On1 getanzt, insbesondere in der Ballroom-Welt. Salsa caleña besitzt ebenfalls einen ähnlichen, synkopierten Schritt wie der Cha Cha, wird jedoch zu deutlich schnellerer Musik getanzt.

Viele Salsa-Tänzerinnen und -Tänzer integrieren Elemente des Cha Cha Cha in ihre Routinen, um Vielfalt und Raffinesse hinzuzufügen – darunter bekannte Tänzer wie Eddie Torres und Griselle Ponce. Cha Cha wird häufig bei Socials gespielt, auf denen auch Salsa-Musik läuft.

Eddie Torres und Griselle Ponce – Cha Cha Cha-Performance:

Tania Cannarsa und Charlie Garcia – Cha Cha Cha Social Dancing:

Kike & Xiomar aus Kolumbien tanzen ein Cha-Cha-Fusion-Stück:

Cha Cha Cha im Ballroom

In Turniertanzwettbewerben gehört der Cha Cha Cha zu den grundlegenden Tänzen und ist sowohl den International-Latin- als auch den American-Rhythm-Stilen zugeordnet. Neben Tänzen wie Rumba, Samba und Paso Doble (International Latin) sowie Rumba, East Coast Swing und mambo (American Rhythm) ist er eine lebendige Demonstration präziser Technik, rhythmischen Timings und ausdrucksstarker Stilistik.

Der Ballroom-Cha-Cha-Cha betont prägnante Hüftbewegungen, präzise Fußarbeit und dynamische Partnerinteraktion, oft zu sorgfältig ausgewählter Cha-Cha-Cha-Musik oder modernen Pop-Adaptionen getanzt.