Mambo


Was ist Mambo?

Mambo ist ein Musik- und Tanzstil, der in den 1940er Jahren in Kuba entstand und in New York City populär wurde. Der Begriff wird manchmal auch für New York-Style Salsa verwendet und ist außerdem eine Kategorie im Ballroom-Tanz.

Wie das Wort „Rumba“ ist „Mambo“ ein Begriff, der je nach Kontext Unterschiedliches bedeuten kann, weil er sich im Laufe der Zeit ohne viel formale Organisation organisch entwickelt hat.

Was bedeutet Mambo?

Das Wort „mambo“ bedeutet auf Kikongo „Gespräch mit den Göttern“. Kikongo war eine der Sprachen, die von zentralafrikanischen Versklavten gesprochen wurden, die in die Karibik gebracht wurden.

Die Geschichte des Mambo

Mambo führt seine Ursprünge auf Havanna, Kuba, zurück. Er weist viele Gemeinsamkeiten mit früheren Formen kubanischer Musik wie dem Danzón auf, allerdings mit schnellerem Tempo. Israel López Valdés, alias Cachao, wird häufig als erster Schöpfer des Mambo genannt. Auch die Tanzschritte entlehnen viele Bewegungen aus früheren kubanischen Tänzen sowie aus dem Swing, der in den 1940er Jahren populär war.

Einer der bekanntesten Mambo-Musiker ist Pérez Prado, der als „König des Mambo“ gilt. Pérez trug dazu bei, den Mambo von der La Tropicana in Havanna in New Yorks Park Plaza Ballroom zu bringen, und seine Hits wie „Mambo No. 5“ und „Mambo No. 8“ verhalfen dem Mambo in den USA zu großer Popularität, lösten den „Mambo-Boom“ der 1940er und 1950er Jahre aus und trugen zur weltweiten Verbreitung bei.

Mambo und das Palladium

Im legendären Palladium Ballroom in New York City erlebten Mambo-Musik und -Tanz ihren großen Durchbruch. Die bekanntesten Musiker, die im Palladium spielten, waren Tito Puente, Tito Rodriguez und Machito (Francisco Grillo), die als die „Big Three“ bekannt waren.

Die Big Three, zusammen mit anderen bekannten Musikern wie Charlie Palmieri und Ismael Rivera, trugen nicht nur zur Entwicklung des Mambo-Tanzes bei, sondern auch des Cha Cha Cha und später der Salsa-Musik, die in vielerlei Hinsicht lediglich ein Rebranding von Mambo und kubanischem Son war.

Viele der heute getanzten Salsa-Schritte wurden während der Palladium-Ära von Tanzgruppen wie den Mambo Aces entwickelt und von Palladium-Tänzerinnen und -Tänzern wie Cuban Pete (Pedro Aguilar) & Millie Donay sowie Augie & Margo präsentiert, die Tricks und Akrobatik in ihren Tanz integrierten.

Das Social Dancing im Palladium dauerte bis vier Uhr morgens, und die Mambo-Fans, die als „Mamboniks“ bekannt waren, halfen dabei, die aufstrebende Latin-Dance-Szene in New York aufzubauen.

Cuban Pete & Millie Donay

Augie & Margo

Mambo vs. Salsa

In vieler Hinsicht ist Salsa eine Weiterentwicklung des Mambo, da viele Schritte und Bewegungen identisch sind, und frühe Mambo-Musik von Künstlern wie Tito Puente in den letzten Jahren als „Salsa“ neu vermarktet wurde. Mambo wurde typischerweise auf On2-Timing getanzt, weshalb New York-Style Salsa (die auf On2 getanzt wird) manchmal ebenfalls als „Mambo“ bezeichnet wird.

Viele Tänzerinnen und Tänzer haben klassische Mambo-Schritte und -Styling in ihr Salsa-Tanzen integriert; zu den bekanntesten zählen Eddie Torres (auch bekannt als der „Mambo King“), sein Sohn Eddie Torres Jr., Adolfo Indacochea, Rodrigo Cortazar sowie Benny & Brandon.

Mehr dazu in unserem Artikel Mambo vs. Salsa.

Eddie Torres

Adolfo Inacochea & Latin Sould Dancers

Benny & Brandon

Mambo im Ballroom-Tanz

Mambo ist auch der Name eines Tanzstils in Ballroom-Tanzwettbewerben. Er gehört zu den fünf Tänzen der Kategorie American Rhythm, neben Cha Cha, Rumba, East Coast Swing und Bolero. Gelegentlich wird er auch der Kategorie Latin Nightclub zugeordnet.

Verwirrend ist, dass Mambo im Ballroom häufig auf On1 statt auf On2 getanzt und typischerweise zu Salsa-Musik getanzt wird.